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Start frei für den Schreiadler! / Deutsche Wildtier Stiftung erwirbt wertvolle Nahrungsflächen zum Schutz des bedrohten Greifvogels

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(ots) - Die schokoladenbraunen Thermiksegler haben
Startfreigabe! Mit einem Startgewicht von gut drei Kilo sind die
Vielflieger mit kontrolliertem Sichtflug in Afrika gestartet. Die
Flugdaten für die kommenden Wochen: Flugstrecke: 10 000 km, Flughöhe:
max. 2 000 Meter, voraussichtliche Ankunft: Anfang April, Grund des
Fluges: Hochzeitsreise des Schreiadlers.

Mit ihrem Start im südlichen Afrika haben die Schreiadler den etwa
65-tägigen Rückflug in ihre Brutgebiete nach Europa begonnen. Sie
ziehen entlang des Ostafrikanischen Grabenbruchs nach Norden, halten
sich westlich des Roten Meeres, überqueren dann den Suezkanal,
passieren die Sinai-Halbinsel und erreichen Europa, nachdem sie mit
dem Bosporus die Meerenge zwischen Europa und Kleinasien überquert
haben (Flugroute siehe Karte:
http://www.schreiadler.org/informationen/flugrouten-schreiadler/)
"Regelmäßig legen sie Zwischenstopps ein, um mit eiweißreichen
Termiten, kleinen Vögeln, Reptilien und Amphibien Kraft zu tanken",
sagt Dr. Andreas Kinser. Er ist verantwortlich für das
Schreiadler-Schutzprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung.

Über den Wolken ist die Freiheit auch für Schreiadler nicht
grenzenlos. "Wie andere Greifvögel orientieren sie sich beim Zug am
Magnetfeld der Erde, aber sie navigieren auch entlang markanter
Landmarken wie Gebirgsketten und Küstenlinien", sagt Kinser. Dabei
ist der Frühjahrszug in die Brutgebiete auch wegen der Wilderei nicht
ungefährlich: In den Ländern des Nahen Ostens und der Türkei gilt es
trotz internationaler Schutzabkommen noch immer als Statussymbol,
einen Greifvogel zu erlegen.

In seinen Brutgebieten in Deutschland erwarten den Schreiadler
immer ungünstigere Lebensräume. Neben einer intensiven Land- und
Forstwirtschaft machen ihm zunehmend Störungen durch
Windenergieanlagen zu schaffen. In einem Modellprojekt, das durch das




Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Land Mecklenburg-Vorpommern
gefördert wird, erprobt die Deutsche Wildtier Stiftung derzeit, wie
gemeinsam mit den Land- und Forstwirten die Schreiadler-Lebensräume
verbessert und erhalten werden können. Im Naturpark Feldberger
Seenlandschaft hat die Deutsche Wildtier Stiftung in einem Kerngebiet
der Schreiadler-Verbreitung wertvolle Nahrungsflächen gekauft. "Damit
wird garantiert, dass sich diese Gebiete langfristig im Sinne des
Schreiadlers entwickeln und zu besonders wertvollen Lebensräumen
werden", betont Andreas Kinser.

Flugdaten des Schreiadler-Zuges

Startgebiet: Simbabwe, Sambia, Mosambik, Namibia, Südafrika
Zielgebiet: Baltikum, Polen, Weißrussland, Balkan, Deutschland
Länge der Zugroute: ca. 10.000 km
Zughöhe: max. 2.000 m
Zuggeschwindigkeit: 40-60 km/h
Max. Zugstrecke/Tag: > 500 km (Ø 150 km /Tag)
Zugdauer: ca. 65 Tage



Pressekontakt:
Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
E.Goris(at)DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de


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Datum: 04.03.2015 - 09:45 Uhr
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