(ots) - Der angedrohte Streik bei der Deutschen Bahn muss
Reisende nicht beunruhigen. "Der Notfall-Fahrplan der Bahn hat
während der vergangenen Streiks gut funktioniert. Außerdem gibt es
empfehlenswerte Alternativen, um ans Ziel zu kommen", sagt
Mobilitätsexperte Daniel Pöhler von Finanztip. Das gemeinnützige
Online-Verbrauchermagazin erläutert die Rechte von Bahnreisenden und
nennt günstige Alternativen, wenn es zu einem erneuten Streik der
Lokführer kommen sollte.
Nicht alle Züge fallen während eines Streiks aus. Denn nicht jeder
Lokführer nimmt an dem Arbeitskampf teil, und manche dürfen gar nicht
streiken, weil sie verbeamtet sind. "So schafft es die Deutsche Bahn,
einen Notfahrplan auf die Beine zu stellen, der in der Vergangenheit
recht zuverlässig eingehalten wurde", erklärt Daniel Pöhler von
Finanztip. Er empfiehlt, die aktuellen Verbindungen über die
Live-Auskunft im Internet abzurufen. "Wenn gestreikt wird, dann sind
Zugbindungen aufgehoben, und eine Fahrkarte wird in jedem Ersatzzug
akzeptiert." Auch höherwertige Züge können genutzt werden, wenn der
Fahrgast ein Ticket zum Normal- oder Sparpreis gebucht hat.
Ansprüche bei Verspätung
Falls es trotzdem zu Verspätungen kommt, erhalten Fahrgäste von
der Deutschen Bahn eine Entschädigung. Ab einer Stunde Verspätung
werden 25 Prozent des Ticketpreises erstattet, ab zwei Stunden sind
es 50 Prozent. Bei bestimmten Fahrkarten zahlt die Bahn eine
pauschale Entschädigung, wie für ein Schönes-Wochenende- oder
Länder-Ticket sowie für Zeitkarten. "Am besten lässt man sich schon
im Zug ein Formular aushändigen, auf dem der Schaffner die Verspätung
eingetragen hat", rät Finanztip-Experte Pöhler. Eine Bestätigung
bekommen Reisende auch nach der Fahrt am Informationsschalter.
Notfalls sollte man aber auch ohne gesonderte Bescheinigung seine
Rechte einfordern. "Falls man sich mit der Bahn nicht einigen kann,
vermittelt die Schlichtungsstelle für den öffentlichen
Personenverkehr."
Erstattung des Tickets und Alternativen
Wer sich in der Zeit eines Streiks nicht auf die Bahn verlassen
möchte, kann sich den Ticketpreis erstatten lassen, samt
Reservierungsgebühr. Eine Alternative sind dann zum Beispiel
Fernbusse. Allerdings hat Finanztip festgestellt, dass viele
Busunternehmen ihre Preise deutlich anheben, sobald
Arbeitsniederlegungen bei der Bahn bekannt werden. Das zeigte eine
Stichprobe des Online-Verbrauchermagazins während des letzten Streiks
im Dezember. So ist beispielsweise der Preis für eine Fahrt mit
Meinfernbus von Berlin nach Münster von 16 Euro auf knapp 50 Euro
gestiegen. Um die Angebote aller Linien zu vergleichen und die
günstigste Fahrt zu finden, empfiehlt Pöhler die Plattform
busliniensuche.de. "Neben dem Fernbus sind auch Mitfahrgelegenheiten
eine günstige Alternative zur Bahn. Die Seite fahrtfinder.net
durchforstet direkt mehrere Portale nach der passenden Fahrt."
Weitere Informationen unter:
http://www.finanztip.de/trotz-bahnstreik-ankommen/ und
http://www.finanztip.de/fahrgastrechte-bahn
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