Rheinische Post: Kommentar /
Berechtigte Forderung der Krankenhäuser
= Von Eva Quadbeck
(ots) - Eine Zerrung oder ein Knochenbruch beim
Freizeitsport, die Platzwunde am Hinterkopf des Sohnes oder ein
Magen-Darm-Infekt, der den Kreislauf versagen lässt - in solchen
Fällen steuern die meisten Bürger das nächst gelegene Krankenhaus an,
um sich behandeln zu lassen. Die Kliniken haben rund um die Uhr
geöffnet und verfügen über die notwendigen Diagnose-Instrumente, um
die richtige Behandlung einzuleiten. Es ist also nicht verwunderlich,
dass die Patienten, die sich als Notfall wahrnehmen, auch dann eine
Klinik ansteuern, wenn eigentlich der Praxis-Arzt auch helfen könnte.
Diese Entscheidungsfreiheit muss für die Versicherten unbedingt
erhalten bleiben. Die Forderungen der Krankenhausgesellschaft nach
mehr Mitwirkung bei der Organisation der Notfalldienste und einer
besseren Vergütung sind weitgehend berechtigt. Man muss das System
nicht gleich vom Kopf auf die Füße stellen und in Zukunft die
Kliniken alles regeln lassen. Vielmehr wäre eine gezielte
Zusammenarbeit von Praxen und Kliniken optimal. Dann würden weniger
schwere Fälle nicht mehr den Wartebereich der Notfallambulanzen der
Kliniken verstopfen. Zugleich bliebe für die Patienten die
Rund-um-Versorgung erhalten.
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Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 17.02.2015 - 20:58 Uhr
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