WAZ: Ohne Kontrollen geht es nicht. Kommentar von Stefan Schulte zum Mindestlohn
(ots) - Gegen den Mindestlohn lässt sich vieles ins Feld
führen, zum Beispiel, dass seine Höhe eine ziemliche Willkür ist in
einem Land, das nach wie vor ein 20-prozentiges Lohngefälle zwischen
Ost und West aufweist. Die 8,50 Euro werden im Osten Jobs kosten, im
Westen sind sie weitgehend wirkungslos. Aber: Wenn sich ein Land
einen Mindestlohn gibt, dann muss es auch kontrollieren, ob er
eingehalten wird. Dass Arbeitgeber nun penibel die Arbeitsstunden
ihrer Beschäftigten erfassen müssen, ist sicher lästig. Und noch
sicherer hat Ministerin Nahles übertrieben, als sie knapp 3000 Euro
als Grenze festlegte, bis zu der dies Pflicht ist. Die Union verlangt
hier zu Recht eine Absenkung. Das ändert aber nichts daran, dass die
Dokumentation grundsätzlich sein muss. Wichtig ist sie vor allem bei
den Minijobs. Viele 450-Euro-Kräfte haben schon bisher mehr Stunden
gearbeitet als sie hätten müssen. Über die Arbeitszeit haben
Arbeitgeber hier gerne den Stundenlohn gedrückt. Das droht mit dem
Mindestlohn nun erst recht. Minijobs von der Dokumentationspflicht
auszunehmen, wie es die Union ebenfalls fordert, wäre falsch.
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Datum: 03.02.2015 - 19:17 Uhr
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