Rheinische Post: Kommentar /
EU darf gegenüber Athen nicht nachgeben
= Von Birgit Marschall
(ots) - Das griechische Volk hat keine Geduld mehr mit
seinen Geldgebern, und die Geduld der Geldgeber mit Hellas geht auch
zu Ende. Hier fahren nach dem fulminanten Syriza-Wahlsieg zwei Züge
aufeinander zu. Zu hoffen ist, dass beide Seiten trotz dieser
Zuspitzung so viel diplomatisches Geschick und Findigkeit aufbringen,
dass Griechenland im Euro bleiben kann. Ein politisch von niemandem
gewollter, aber technisch nicht zu vermeidender Euro-Austritt wäre
für die Griechen selbst schlimmer als für die Euro-Zone, die viel
dafür getan hat, sich zu immunisieren. Griechenland würde ins Chaos
und in Armut stürzen. Wahlsieger Tsipras weiß das genauso gut wie
seine Verhandlungspartner. Die haben daher die besseren Karten. Das
sollten sie nutzen: Die EU darf gegenüber Griechenland jetzt nicht
nachgeben, sonst gerät das Euro-Rettungsprinzip "Hilfe gegen
Gegenleistung" überall in Gefahr. Doch muss der Fokus jetzt weniger
auf dem Sparen und mehr auf Reformen liegen. Griechenland braucht
Hilfe beim Aufbau einer wettbewerbsfähigen Verwaltung. Mehrausgaben
zur Wachstumsstärkung müssen möglich sein, wenn Tsipras an anderer
Stelle spart. Vor allem aber muss die Günstlingswirtschaft radikal
bekämpft werden.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.01.2015 - 20:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1164309
Anzahl Zeichen: 1458
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
EU darf gegenüber Athen nicht nachgeben
= Von Birgit Marschall"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...