Mitteldeutsche Zeitung: zu SED-Opfern/Thüringen
(ots) - Nun gehen dieselben SED-Opfer daran, das Beste
daraus zu machen. Und das ist nicht wenig. Denn sie wissen, dass
Regierungschef Bodo Ramelow gar nicht anders kann, als sich dem Thema
DDR-Aufarbeitung zu stellen. Entsprechend verhalten sie sich. Ramelow
wird zu Podiumsdiskussionen gebeten. Ein bundesweiter Gedenktag für
die Opfer des SED-Regimes ist im Gespräch. Auch sollen dubiose
Todesfälle wie der des Regime-Kritikers Matthias Domaschk aufs Neue
untersucht werden. All das ist richtig und hoffentlich kein
Show-Geschäft, sondern für die Gesellschaft fruchtbar. Dass man
Geschichtsaufarbeitung auch kalt instrumentalisieren kann, zeigt
Thüringen ebenfalls. Hier versucht die AfD unter ihrem
rechtslastigen Fraktionschef Björn Höcke beim Buchenwald-Gedenken,
vermeintliche oder echte Opfer des Stalinismus gegen die Opfer des
Nationalsozialismus auszuspielen. Schön wäre, wenn die SED-Opfer dem
genauso entschlossen begegnen würden.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 25.01.2015 - 17:01 Uhr
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