Lausitzer Rundschau: Lastesel der Nation
Zur wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich
(ots) - Die weltweiten Vermögen sind immer ungleicher
verteilt. Dieses Ergebnis einer jüngsten Studie der britischen
Hilfsorganisation Oxfam ist keineswegs neu. Es herrscht also kein
Erkenntnisproblem. Das Problem ist, dass solche Expertisen regelmäßig
in der Schublade verschwinden, ohne dass sich an den Zuständen etwas
ändern würde. Dabei geht es keineswegs nur um das Häuflein der
Superreichen und die Masse derer, die am Tag kaum satt zu essen
haben. Wenn etwa 80 Prozent aller Menschen nur etwa 5,5 Prozent des
weltweiten Reichtums besitzen, dann stellen sich auch Fragen für die
Mittelschicht in den entwickelten Industrieländern. Denn dort ist die
Lage kaum anders. Auch in Deutschland nicht. Dass die Mittelschicht
der Lastesel der Nation ist, hat sich nicht zuletzt in der
Wirtschafts- und Finanzkrise gezeigt. Die Normalverdiener retteten
mit ihren Steuern Banken und bewahrten den Sozialstaat vor dem
Zusammenbruch. Wenn diese Schicht längerfristig immer kleiner wird,
kann das bei künftigen Krisen immer weniger gelingen. Die wachsende
Kluft zwischen Arm und Reich ist also nicht nur sozial ungerecht,
sondern auch ökonomisch gefährlich. Was ist zu tun? Eine angemessene
Besteuerung großer Vermögen muss nach wie vor ganz oben auf der
politischen Agenda stehen.
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Datum: 19.01.2015 - 21:56 Uhr
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