Rheinische Post: Kommentar /
Portigon darf nicht zur zweiten WestLB werden
= Von Thomas Reisener
(ots) - Portigon wird die Kunstsammlung ihrer
Vorgängerin WestLB verkaufen. Restlos. Meistbietend. Ohne Rabatt für
Museen. Angesichts der bundesweiten Empörung, die unlängst der
Verkauf von zwei Warhols aus der ebenfalls landeseigenen
Westspiel-Sammlung hervorrief, klingt das ignorant. Ist es aber
nicht. Portigon erfüllt damit nur ihren Auftrag. Und der lautet nicht
"Kulturpflege", sondern "Steuerzahlerpflege": Portigon muss so viel
wie möglich von den milliardenschweren Altlasten abbauen, die ihre
Vorgängerin WestLB dem Land hinterlassen hat. Der Verkaufserlös der
Kunstsammlung kommt den Steuerzahlern zugute. Mit dem Angebot an
Museen, die Sammlung vor dem Verkauf ein bis zwei Jahre lang
auszustellen, reicht Portigon im Rahmen ihrer Möglichkeiten der
Kunstszene die Hand. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob die
Bürger davon wirklich so massenhaft Gebrauch machen werden.
Politiker, die Portigon jetzt trotz allem noch vom Verkauf der Kunst
abhalten wollen, wollen in Wahrheit aus einer Bank einen Kunstmäzen
machen. Das ist erstaunlich kurzsichtig. Es gab in NRW schon einmal
eine Bank, die nie richtig arbeiten konnte, weil die Politik ihr
ständig ins Handwerk gepfuscht hat. Sie hieß WestLB.
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Datum: 06.01.2015 - 20:34 Uhr
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