WAZ: Ein klares Ja sieht anders aus
- Kommentar von Michael Kohlstadt zum Steag-Deal
(ots) - Die Kommunalaufsicht, so heißt es gestern in der
Mitteilung der Bezirksregierung, sieht davon ab, gegen die
Steag-Übernahme durch die Ruhr-Stadtwerke Bedenken zu erheben. Im
Klartext: Bedenken hat man wohl, erhebt sie nur nicht. Klingt
ziemlich nach einem entschiedenen Jein zu einem Geschäft, das nicht
nur der Opposition im Landtag sauer aufgestoßen ist.
Dem aus Sicht der Stadtwerke positiven Bescheid ist jedenfalls
Zeile für Zeile anzumerken, wie schwer sich das Land mit einer
Entscheidung getan hat, die nach unwidersprochenen Informationen
dieser Zeitung eigentlich schon im Sommer fallen sollte. Dass sich
Stadtwerke hoch verschuldeter Kommunen selbst hoch verschulden, um in
Zeiten der Energiewende einen ausgewiesenen Kohleverstromer zu
übernehmen und dabei noch auf grünes Licht aus Düsseldorf pfeifen,
dürfte auch wohlmeinenden Zeitgenossen abenteuerlich erscheinen.
Noch ist Steag eine Ertragsperle im Bauchladen der Stadt-Töchter.
Hoffen wir, dass es so bleibt. Denn sollte die Sache eines Tages
schief gehen, begleicht die Zeche am Ende wer? Jawohl, der
Steuerzahler.
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Datum: 18.12.2014 - 20:25 Uhr
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