Rheinische Post: Kommentar /
Fett ist nicht von Vorteil
= Von Martin Bewerunge
(ots) - Ehrlich: Niemand, der 160 Kilo auf die Waage
bringt, ist damit glücklich. Erst recht wird sich niemand, der um
seinen Arbeitsplatz bangt, einen Bauch zulegen, damit er als
Behinderter einen besonderen Kündigungsschutz genießt. Insofern
ändert sich wenig durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes,
das einem fettleibigen Dänen zubilligte, behindert zu sein.
Behinderte genießen in Europa Schutz vor Diskriminierung. Schließlich
war der Mann schon dick, als er eingestellt wurde. Anders verhält es
sich, wenn Angestellte aufgrund ihrer Fettleibigkeit nicht nur ein
Risiko für sich, sondern auch für andere darstellen. Bademeister,
Piloten, selbst Busfahrer müssen über eine gewisse Fitness verfügen.
Und natürlich ist weiterhin vor jeder lebenslangen Verbeamtung zu
prüfen, ob der Bewerber langfristig dienstfähig sein wird. Ob er
später dann dick und fett wird, vermag keiner zu ermessen. Fett ist
gefährlich. Dicke leiden, und oft sind sie ganz einfach krank. Am
wirkungsvollsten bleibt die Vorsorge. Arbeitgeber, die Angebote zum
Fitbleiben machen, zeigen Wertschätzung für ihre Angestellten.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 18.12.2014 - 20:11 Uhr
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