Rheinische Post: Kommentar /
Die Folge des billigenÖls
= Von Reinhard Kowalewsky
(ots) - Kurzfristig ist der Verfall des Preises für Öl
eine äußerst positive Nachricht: Die in Europa und weltweit
schwächelnde Wirtschaft kommt deutlich stärker als erwartet in
Schwung - das hilft mehr als so manches geforderte staatliche
Konjunkturprogramm. Und wenn Russland sich wegen der sinkenden
Einnahmen aus dem Verkauf des schwarzen Goldes genötigt sieht, beim
Streit um die Ukraine weniger aggressiv vorzugehen,ist das für die
Zukunft Europas auch nur zu begrüßen. Immerhin treffen die Folgen des
abgestürzten Ölpreises Moskau härter als alle bisherigen Sanktionen.
Langfristig müssen Deutschland und die anderen Industriestaaten sich
trotzdem vom Öl als wichtigster Energiequelle verabschieden. Die
weitere Erwärmung des Weltklimas lässt sich nur verhindern, wenn
grüne Energien an Bedeutung gewinnen, wogegen fossile Energieträger
wie Öl, Kohle und Braunkohle an Bedeutung verlieren müssen. Dies
bedeutet nicht, dass Öko-Energien ohne Rücksicht auf die Kosten
genutzt werden sollten. Aber ihre technische Entwicklung muss schnell
vorangetrieben werden.
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Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 14.12.2014 - 20:47 Uhr
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