Mitteldeutsche Zeitung: zu Pille danach
(ots) - Die schlechte Nachricht ist:
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der die rezeptfreie
Pille danach vehement ablehnt, will nicht kampflos das Feld räumen:
Anstelle des Praxisbesuchs sollen nun die Apotheken verpflichtet
werden, vor Abgabe der Pille ein "intensives Beratungsgespräch" mit
den Frauen zu führen. Man stelle sich das vor: Der Herr Apotheker
murmelt irgendetwas von einer nicht umkehrbaren Entscheidung oder vom
Schutz des ungeborenen Lebens oder der Möglichkeit einer Freigabe zur
Adoption, während am Nebentresen Nasentropfen geordert werden. Eine
solche Situation ist bizarr. Sie muss von den Frauen als
entwürdigend empfunden werden.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 26.11.2014 - 19:40 Uhr
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