Rheinische Post: NRW verdrängt die
Spätfolgen des Tagebaus
Kommentar Von Thomas Reisener
(ots) - Mit den Tagebau-Ewigkeitslasten hält die
Landesregierung sich nicht lange auf: Es gibt sie nicht, deshalb muss
man die Kosten auch nicht kalkulieren. Man muss kein
Greenpeace-Aktivist sein, um das für naiv zu halten. Das Baggerloch
Garzweiler wird zum Ende der Förderung im Jahr 2045 über 180 Meter
tief und 23 Quadratkilometer groß sein. Um es in einen See zu
verwandeln, sollen danach über 40 Jahre hinweg zwei Milliarden
Kubikmeter Wasser aus dem Rhein eingespeist werden. Mit den Tagebauen
Hambach und Inden ist Ähnliches geplant. Für derart massive
geologische Eingriffe gibt es weltweit nur wenig Erfahrungswerte. Wer
will da ernsthaft ausschließen, dass es in 70 Jahren nicht doch zu
Problemen kommt? Der Grünen-Politiker Reiner Priggen fordert, die
Rückstellungen von RWE für die Tagebau-Folgekosten in einen
Sonderfonds nach Vorbild der RAG-Stiftung zu überführen. Das ist eine
gute Idee. Das Geld wäre dort sicherer als in der RWE-Kasse. Denn wer
weiß, ob es die in 70 Jahren überhaupt noch gibt. Außerdem käme es
auf diesem Weg endlich auch zu einer unabhängigen und transparenten
Hochrechnung der Folgekosten, die RWE bis heute verweigert.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.11.2014 - 18:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1140819
Anzahl Zeichen: 1397
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: NRW verdrängt die
Spätfolgen des Tagebaus
Kommentar Von Thomas Reisener"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...