WAZ: Gabriel muss liefern. Kommentar von Stefan Schulte zur Kohlepolitik
(ots) - Mit seinem Bekenntnis zur Kohle und damit zu den
Industrie-Arbeitsplätzen nimmt Gabriel Rücksicht auf die NRW-SPD und
die NRW-Industrie. Die Sorge um Arbeitsplätze und damit in diesem
Fall auch um die Energiekonzerne haben den klimapolitischen Ehrgeiz
des früheren Umweltministers verdrängt, so scheint es. Oder trägt er
schlicht der Erkenntnis Rechnung, dass die Energiewende ein
hochkomplexes Mehrgenerationen-Projekt ist, dessen Ziele sich nicht
zu einem bestimmten Datum erzwingen lassen? Keine Frage: Politisch
kann es sich Deutschland nicht leisten, das 40-Prozent-Ziel
aufzugeben, andernfalls braucht die Kanzlerin in Brüssel zum Thema
Klimaschutz gar nicht mehr ans Rednerpult zu treten. Gabriel hat
gleichwohl recht, wenn er sagt, dass es absehbar nicht ohne
Kohlestrom gehen wird. Aber was folgt daraus? Dass die Klimaziele
trotzdem erreicht werden könnten, hat er oft betont, aber nie mit
einem Plan unterfüttert. Will er nicht in die Kraftwerksplanung der
Konzerne eingreifen, muss Gabriel Alternativen aufzeigen, die über
vage Sparreserven in Industrie und Haushalten hinausgehen, die er
gern bemüht. Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit seien kein
Widerspruch, betonte Gabriel gestern. Doch es ist sein Job, das zu
beweisen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.11.2014 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1135905
Anzahl Zeichen: 1547
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Gabriel muss liefern. Kommentar von Stefan Schulte zur Kohlepolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...