Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Streik der Lokführer
(ots) - GDL-Chef Claus Weselsky will die Rolle des
Buhmanns nicht auf sich sitzen lassen - und schlägt verbal zurück.
Nicht er, sondern die Bahn sei schuld an den Streiks der Lokführer,
behauptet Weselsky dreist. Sein Vorwurf, die Bahn würde der
Minigewerkschaft ihre Grundrechte entziehen, entbehrt jeglicher
Grundlage. Das Streikrecht ist verbrieft. Natürlich darf die GDL -
wie jede andere Gewerkschaft auch - ihre Mitglieder zur
Arbeitsniederlegung aufrufen. Die Frage ist nur, ob die
Verhältnismäßigkeit noch stimmt. Klare Antwort: Nein! Trotzig wie ein
kleiner Junge beharrt Weselsky darauf, an vier Tagen halb Deutschland
lahmzulegen, Millionen Reisende erneut vor den Kopf zu stoßen und
dabei sogar die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls zu
überschatten. Einzig mit dem Ziel, die Macht seiner GDL im Kampf mit
der konkurrierenden Eisenbahnergewerkschaft EVG zu stärken. Nicht nur
die Bahn, auch Teile der Wirtschaft rechnen nun mit finanziellen
Schäden in Millionenhöhe. Die Situation ist derart vergiftet, dass es
höchste Zeit wird, einen Schlichter zu akzeptieren. Das Maß ist voll,
Herr Weselsky.
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Westfalen-Blatt
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Andreas Kolesch
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Datum: 05.11.2014 - 21:00 Uhr
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