WAZ:Ärgernis schwarze Auslandskonten. Kommentar von Hannes Koch zum Steuerabkommen
(ots) - Eine gute Sache ist das Abkommen gegen
Steuerhinterziehung. Ein gewisses Unbehagen bleibt aber nicht aus.
Schließlich hat das Bankgeheimnis auch seine guten Seiten. Dass der
Blick der Staatsorgane nicht in jeden Winkel des Lebens dringen darf,
ist eine liberale Grundüberzeugung. Diese muss nun zurückstehen, weil
reiche Zeitgenossen Dutzende Milliarden Euro über die Grenzen ins
Ausland verschieben, um die Einkommenssteuer zu sparen. Für Staaten
wie die Schweiz, Liechtenstein, die britischen Kanalinseln oder
Singapur entstanden daraus lukrative Geschäftsmodelle. Mit dem Geld,
das künftig nicht mehr auf schwarze Auslandskonten fließt, könnte man
im Inland viele Schulen bauen. Dem großen Schritt sollten weitere
folgen. So verhandelt die Europäische Union seit Jahren mehr oder
weniger erfolglos darüber, die Steuersätze zu harmonisieren. Heute
erscheint die Spanne in manchen Fällen zu groß. Wenn die
Gewinnsteuern für Unternehmen in Deutschland bei rund 30 Prozent
liegen, in Irland aber bei 12,5 Prozent, kann man den niedrigen Satz
aus deutscher Sicht durchaus als schädliche Konkurrenz betrachten.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.10.2014 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1128251
Anzahl Zeichen: 1394
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ:Ärgernis schwarze Auslandskonten. Kommentar von Hannes Koch zum Steuerabkommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...