WAZ: Stühlerücken im Metro-Konzern
- Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Auf die Frage, warum es dem Kaufhof wirtschaftlich
besser geht als Karstadt, gab es in der Vergangenheit immer dieselbe
Antwort: Die personelle Kontinuität an der Spitze des Kölner
Warenhauskonzern sei einer der wichtigen Gründe.
Dieses Argument fällt nun weg. Nach über 20 Jahren gibt Lovro
Mandac den Chefsessel auf und wechselt in den Aufsichtsrat. Der
64-jährige Routinier wird durch den 38-jährigen Olivier Van den
Bossche ersetzt, der bislang das Belgien-Geschäft leitete.
Mit 64 kürzerzutreten, ist ein normaler Vorgang. Dennoch fällt es
auf, dass Olaf Koch, Chef des Mutterkonzerns Metro, in den letzten
Wochen Schritt für Schritt die Manager seiner Tochterunternehmen
austauschte. Dem Wechsel beim Kaufhof waren weitere bei Real und
Media-Saturn vorausgegangen.
Der Handelskonzern braucht dringend schlüssige Antworten auf den
tiefgreifenden Strukturwandel im Handel: Der Online-Handel wächst und
die Innenstädte werden immer leerer. Darunter leidet nicht nur der
Karstadt-Konzern, der sich von Krise zu Krise hangelt.
Sanierungsstaus werden auch in so mancher Kaufhof-Filiale gesehen.
Van den Bossche übernimmt keinen leichten Job.
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Datum: 03.10.2014 - 19:21 Uhr
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