(ots) - Unrechtsstaat. Weniger darf es nicht sein, wenn es
zu Rot-Rot-Grün kommen soll. Wie schwer sich die Linke mit diesem
Wort - und dem, was hinter diesem Wort an böser Geschichte steckt -
tut, das zeigte sich bei der Rede von Bodo Ramelow am Samstag in
Sömmerda. Man kann sich das im Internet anschauen - und bekommt ein
gar merkwürdiges Rumgeeier vorgeführt, das sich wohl nur so
übersetzen lässt: In die Regierungsverantwortung geht es nur auf
diesem Weg. Aber natürlich muss sich nicht jeder die Ansicht von der
DDR als Unrechtsstaat zu eigen machen...
Das ist der wunde Punkt: Die Grünen jedenfalls wollen sich nicht
mit Wortgeklingel abspeisen lassen - und fordern Klarheit. Und
Ramelow muss hier nach innen noch viel Überzeugungsarbeit leisten.
Denn egal, ob es mit der rot-rot-grünen Regierung etwas wird oder
nicht: Das Urteil "Unrechtsstaat" bleibt an der DDR kleben - und das
hat Folgen für einstige Systemträger, die die Vergangenheit
verklären.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd(at)tlz.de