WAZ: Das Thema Mieten bleibt eine Baustelle. Kommentar von Wolfgang Mulke
(ots) - Die Regierung feiert sich als Retter der Mieter. Da
wird der Brandstifter zum Feuerwehrmann. Denn diese und einige andere
Bundesregierungen zuvor haben eisern die Augen vor der sich
abzeichnenden Wohnungsnot verschlossen und damit die Entwicklung
begünstigt, die sie jetzt lautstark beklagen.
Dabei warnen Mieterverbände wie Bauherren seit Jahren vor den
Folgen der viel zu geringen Investitionen in neue Wohnhäuser. Lange
bekannt ist auch die veränderte Nachfrage: Es gibt mehr
Singlehaushalte, gewünscht werden größere Wohnflächen. Zugleich wurde
der soziale Wohnungsbau praktisch abgeschafft und Wohnungen in
kommunaler Hand in großem Stil privatisiert. Wichtiger als die
Mietpreisbremse ist daher der Bau günstiger Mietwohnungen. Vorschläge
dafür liegen auf dem Tisch. In seltener Allianz haben sich
Wohnungswirtschaft und Mieterbund zusammengetan und ein Programm für
bezahlbaren Wohnraum aufgestellt. Doch dazu müssten die politischen
Rahmenbedingungen verändert werden. Die Regierung ist mit ihrer
Mietpreisbremse längst nicht fein raus.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.09.2014 - 19:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1112120
Anzahl Zeichen: 1340
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Das Thema Mieten bleibt eine Baustelle. Kommentar von Wolfgang Mulke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...