Rheinische Post: Kommentar /
Die Schuldenbremse ist mehr Rhetorik als Politik
= Von Thomas Reisener
(ots) - Die Suche der NRW-Verfassungskommission nach
Schlupflöchern bei der Schuldenbremse hat mit der tatsächlichen
Entwicklung der Landesfinanzen wenig zu tun. Die Schuldenbremse
funktioniert ohnehin nicht. In NRW so wenig wie in vielen anderen
Bundesländern. Selbst der Bund hat Schwierigkeiten, sich daran zu
halten. Also will die Politik im Jahr 2020 wenigstens die Möglichkeit
haben, die dann verbotenen Neuschulden anders zu nennen. Peinlich ist
nur, dass NRW dabei so plump vorgeht. Denn so griffig das Wort
"Schuldenbremse" auch klingt: Sie wird die Neuverschuldung des
Staates nicht verhindern. Er ist ein viel zu attraktiver Schuldner.
Die Märkte werden ihm immer Schuldscheine anbieten, die ganz anders
heißen und so kompliziert konstruiert sind, dass man sie auf Anhieb
gar nicht als solche erkennt. Die mysteriösen Zinswetten zum
Beispiel, mit denen die Kommunen in NRW Hunderte von Millionen
verzockt haben, waren auch nichts anderes als gut getarnte
Neuschulden. Für Politiker sind neue Schulden stets attraktiver als
Sparpläne. Deshalb wächst der Berg unserer öffentlichen Schulden ja
auch seit 65 Jahren. Die Schuldenbremse allein wird daran nichts
ändern.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.08.2014 - 20:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1093413
Anzahl Zeichen: 1424
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
Die Schuldenbremse ist mehr Rhetorik als Politik
= Von Thomas Reisener"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...