Rheinische Post: Kommentar /
Jäger betreibt ein gefährliches Spiel
= Von Robert Peters
(ots) - Der für seinen Einfallsreichtum berüchtigte
NRW-Innenminister Ralf Jäger hat mal wieder eine Idee. Er will die
Sicherheit bei Fußballspielen dadurch erhöhen, dass er die Polizei
zumindest ein Stück aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Das ist ein
Feldversuch, der ergründen soll, ob die Gewalttäter im Umfeld des
Profifußballs noch gewalttätiger sind, wenn sie erkennbar von der
Polizei begleitet werden. Das ist ein gefährliches Spiel. Aus drei
Gründen. Erstens ist nicht auszuschließen, dass die gut vernetzte
Chaoten-Szene sich gerade dort einfinden wird, wo Jäger gerade
Deeskalation durch Unsichtbarkeit üben lässt. Zweitens wird die
Diskussion um die Überlastung der staatlichen Ordnungskräfte nur
aufgeschoben, wenn die Zahl der Einsätze per Erlass verringert wird.
Und drittens löst die Debatte um die richtig dosierte Präsenz der
Polizisten das eigentliche Problem nicht. Das besteht in einer
offenkundig zumindest zu Teilen gewalttätigen Gesellschaft. Dieses
Problem haben bislang weder Polizisten noch umfangreiche
sozialpädagogische Projekte im Fußball in den Griff bekommen. Jägers
Vorstoß ist deshalb nur ein weiteres Dokument der Hilflosigkeit.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.08.2014 - 20:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1092384
Anzahl Zeichen: 1409
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
Jäger betreibt ein gefährliches Spiel
= Von Robert Peters"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...