WAZ: Mehr Einnahmen, weniger Mitglieder. Kommentar von Stefan Schulte
(ots) - Die Kirchen werden es als ungerecht empfinden, wenn
ihnen nun auch noch Mitglieder wegen der Zinssteuer weglaufen.
Schließlich hätten sie schon immer von ihren Kapitalerträgen der
Kirche etwas abgeben müssen. Dass es seit Steinbrücks
Abgeltungssteuer aber zumeist aus Unwissenheit nur wenige getan
haben, kann man tatsächlich nicht den Kirchen vorwerfen. Dennoch
haben sich die Kirchen auch diesen Schlamassel selbst eingebrockt.
Ohne ihre massive Lobbyarbeit wäre die automatische Einbehaltung der
Kirchensteuern durch die Banken niemals zustande gekommen. Wenn nun
die Bistümer auf ihren Internetseiten beteuern, es handele sich um
eine reine Vereinfachung des Verfahrens, ist das nur die halbe
Wahrheit. Natürlich geht es den Kirchen darum, ihre Einnahmen zu
erhöhen. Verwerflich ist das nicht, schließlich steht ihnen ein
Anteil an den Kapitalerträgen zu. Durch das Prozedere droht aber der
fatale Eindruck zu entstehen, der Einfluss der Kirche erstrecke sich
nun auch noch auf die Banken. Das wird die Kirchen weitere Mitglieder
kosten. Ob sich die ganze Aktion unterm Strich dann überhaupt noch
rechnet, wird sich zeigen.
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Datum: 03.08.2014 - 19:01 Uhr
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