WAZ: Schuldenpolitik ist ein Teufelskreis. Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Die Schuldenkrise Europas ist aus den Schlagzeilen
verschwunden. Sie bleibt aber brandgefährlich. Mit über neun
Billionen Euro stecken die Euroländer in den roten Zahlen. Rechnet
man die übrigen EU-Länder hinzu, sind es 11,5 Billionen Euro. Das
sind unvorstellbare Größenordnungen. Die Krise hinterlässt tiefe
Spuren. Um ihre Folgen zu bekämpfen, retten sich die Regierungen in
immer weitere Schulden. Ein Teufelskreis. Griechenland, Italien und
Portugal bleiben die Sorgenkinder. Aber auch Deutschland mit seiner
Kanzlerin Angela Merkel, die auf dem europäischen Parkett das eiserne
Sparen predigt, bekleckert sich nicht mit Ruhm. 2,14 Billionen Euro
sind wahrlich kein Pappenstiel, wenngleich der deutsche Schuldenberg
seit 2013 um 1,1 Prozent leicht abgeschmolzen ist. Nach dem
Maastricht-Vertrag dürfen die Schulden eines Staates 60 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts nicht übersteigen. Gemessen daran sind alle
großen Euro-Länder durchgefallen. Sie sollten sich
Nachhilfeunterricht in Estland, Bulgarien und Luxemburg holen. Dort
gibt es die niedrigsten Schuldenquoten.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.07.2014 - 19:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1087577
Anzahl Zeichen: 1362
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Schuldenpolitik ist ein Teufelskreis. Kommentar von Frank Meßing"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...