Rheinische Post: Kommentar /
Dubiose Fleischfabriken
= Von Thomas Reisener
(ots) - Pferdefleisch in der Tiefkühllasagne,
Gammelfleisch im Döner, Antibiotika im Kotelett, zu Tode gestopfte
Gänse und manipulierte Haltbarkeitsdaten - die Liste der
Fleischskandale in Deutschland ist lang. Jetzt kommt noch ein
Wurst-Kartell dazu. War das wirklich überraschend? Offensichtlich
reichen Verbote und selbst harte Strafen nicht aus, um den schwarzen
Schafen der Branche das Handwerk zu legen. Immer wieder betrügen
gerade in Deutschland skrupellose Fleischfabrikanten ihre Kunden oder
machen aus nackter Tierquälerei ein Geschäftsmodell. Wir Verbraucher
können mehr dagegen tun, als uns nur auf Behörden zu verlassen. Es
gibt lückenlose Herkunftsnachweise für sauber produziertes Fleisch,
es gibt die handgemachte Wurst vom Metzger um die Ecke, der mit den
Kartellen der Industrie nichts zu tun hat, und es gibt Hersteller,
die über die artgerechte Haltung ihres Schlachtviehs Rechenschaft
ablegen. Das kostet zwar mehr. Aber zum Ausgleich kann man ja weniger
davon kaufen. Die meisten von uns essen ja sowieso zu viel Fleisch.
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Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 15.07.2014 - 20:18 Uhr
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