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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Sparen
Bitter
Stefan Schelp

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(ots) - Als die Krise am schlimmsten war, als die
Konjunktur zu kippen drohte, da haben wir gejubelt, dass die Menschen
nicht ihre Geldbörsen zunähten. Der Konsum stabilisierte die
Binnenkonjunktur, hielt die Wirtschaft am Laufen, verhinderte den
Kollaps. Und jetzt soll das nicht mehr richtig sein? Der Dachverband
der Bausparkassen warnt, die Niedrigzinspolitik der EZB fördere "das
Gegenmodell zum Sparen: das Von-der-Hand-in-den-Mund-Leben". Ist das
ein Wunder? Schließlich wird das Geld, das wir zur Bank bringen,
nicht mehr, sondern - wenn man Inflationsrate und Zinsen
gegeneinander aufrechnet - weniger. Das gestiegene Gehalt für
sinnvolle Dinge auszugeben, in Werte zu investieren, das ist die
normalste Reaktion der Welt. Ein neuer Fernseher kann sinnvoll sein,
ein neues Auto und ein schickes Paar Schuhe ebenso. Eine vernünftige
Altersvorsorge allerdings auch. Damit macht man kein Vermögen, ohne
sie kann das Alter jedoch bitter werden.



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Datum: 09.07.2014 - 20:40 Uhr
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