WAZ: Kampfansage an die Mafia. Kommentar von Gudrun Büscher
(ots) - Als Papst Johannes Paul II. 1993 bei seinem Besuch
in Sizilien das Morden der Mafia geißelte und zur Umkehr aufrief,
folgte die Antwort zwei Monate später: Vor der Basilika San Giovanni
in Lateran ging eine Bombe hoch. Auch Benedikt XVI. hat sich gegen
die Mafia gestellt, doch wirklich wahrgenommen wurde das nicht. Bei
Papst Franziskus ist das anders. Er nutzt seine Popularität mit
starken Gesten und einer unmissverständlichen Eindeutigkeit, die man
aus dem Vatikan so nicht kannte: Einen Platz im Himmel kann man sich
nicht kaufen. Wer nicht umkehrt, hat keine Aussicht auf Vergebung.
Franziskus will die unheilige Allianz so mancher Kirchengemeinde, die
vom Geld der Mafia profitiert, beenden. Er stellt sich damit an die
Seite mutiger Priester, von denen viele ihr klares Bekenntnis gegen
die Gangster mit dem Leben bezahlten. Wenn seine Kirche ihm folgt,
was keineswegs sicher ist, ist dieser Kampf endlich nicht mehr
aussichtslos.
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Datum: 22.06.2014 - 19:01 Uhr
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