Rheinische Post: Kommentar /
Konjunkturprogramm für Kultur und Sport
= Von Christian Schwerdtfeger
(ots) - Ob Autobahnen, Brücken oder Tunnel. Die
Infrastruktur im Land ist marode. Da verwundert es nicht, dass sich
auch viele Schwimmbäder in einem miserablen Zustand befinden und von
Schließungen bedroht sind. Doch woher sollen die klammen Kommunen das
Geld für die notwendigen Reparaturen ihrer Bäder nehmen? Die meisten
Städte können nicht einmal ihre Straßen instand halten. In fast allen
Rathäusern regiert der Rotstift. Es wird alles zusammengestrichen.
Und das sind meistens Kultur- und Freizeitangebote wie Theater und
Schwimmbäder. Außer Acht gelassen wird, dass es sich dabei um
Standortfaktoren handelt, die eine Kommune lebenswert machen. Wenn
man nicht einmal mehr in seiner Stadt ein Buch ausleihen oder
schwimmen gehen kann, ziehen die Menschen weg. Diese Entwicklung
sieht man bereits seit Jahren vielerorts im Ruhrgebiet, wo ganze
Stadtteile mangels Lebensqualität nicht mehr bewohnt sind. Dieser
Trend muss gestoppt werden. Das kann aber nur gelingen, wenn Land und
Bund den Kommunen unter die Arme greifen. Eigens für Kultur und Sport
sollte eine Art Konjunkturprogramm aufgelegt werden, damit unsere
Städte lebenswert bleiben.
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Rheinische Post
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Datum: 20.06.2014 - 20:43 Uhr
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