Rheinische Post: Jeder will Strom, aber
keiner den Konverter
Kommentar Von Antje Höning
(ots) - Der Stromnetzbetreiber Amprion hat bei der
Errichtung seines Konverters so ziemlich alles falsch gemacht. Er hat
Meerbusch alternativlos genannt, obwohl, wie sich nun zeigt, auch
andere Standorte denkbar sind. Er hat Stadt und Bürger nicht
frühzeitig eingebunden, seine Informationspolitik folgte dem
Salami-Prinzip statt einer Strategie. Das ist umso verwunderlicher,
als das Beispiel Bayer gezeigt hat, was passiert, wenn man Ängste und
Macht der Anwohner unterschätzt. Mit Hilfe der Gerichte verhindern
sie seit Jahren, dass Bayers CO-Pipeline in Betrieb geht. Amprions
Dilettantismus ist umso ärgerlicher, weil das Anliegen berechtigt
ist. Deutschland braucht Stromautobahnen und Umwandler, wenn es aus
der Atomkraft aussteigt. Wer den Industriezentren im Süden die
Atommeiler abstellt, muss ihnen Windstrom von der Küste liefern. Alle
Bürger wollen sicheren Strom, aber keiner will die Infrastruktur vor
seiner Haustür. Sankt Florian lässt grüßen. So kann die Energiewende
in einem besiedelten Industrieland nicht funktionieren. Das sollten
sich die Meerbuscher ebenso klar machen wie die Bürger in Kaarst oder
Dormagen. Und dann muss nach klaren Kriterien entschieden werden, was
der beste Standort ist.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.06.2014 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1073552
Anzahl Zeichen: 1462
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Jeder will Strom, aber
keiner den Konverter
Kommentar Von Antje Höning"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...