PresseKat - Nahwärmenetz mit Biokompakt Biomassebrenner und nachwachsendem Brennstoff vom eigenen Feld

Nahwärmenetz mit Biokompakt Biomassebrenner und nachwachsendem Brennstoff vom eigenen Feld

ID: 1072009

Virginiamalve bringt bis zu 80 Prozent Heizkosteneinsparung

Nachwachsende Rohstoffe stellen gerade im ländlichen Raum eine sehr gute Alternative zur Nutzung fossiler Brennstoffe für die Heizung und Warmwasserbereitung dar. Mit Sida hermaphrodita, auch bekannt als Virginiamalve, soll eine Anlage von Biokompakt den Energiebedarf eines Nahwärmenetzes im niederösterreichischen Euratsfeld decken. Bereits in den ersten beiden Betriebsjahren berichtet der Betreiber Gerhard Hirner von deutlichen Einsparungen gegenüber dem zuvor eingebauten Ölkessel.

(firmenpresse) - Weg vom Öl, hin zur Selbstversorgung mit Biomasse
Der Abschied von dem nur endlich verfügbaren und teuren Rohstoff Öl und ein Komplettumstieg auf nachwachsende Rohstoffe: Das waren die Hauptbeweggründe für Gerhard Hirner aus Euratsfeld im Mostviertel, eine Biomasseanlage für Heizung und Warmwasserbereitung zu planen. Die günstige zentrale Lage des Anwesens im Ort führte zu der Idee, nicht nur das eigene Haus zu versorgen, sondern die Grundlage zum Ausbau eines lokalen Nahwärmenetzes zu legen. Zum Anwesen gehört eine landwirtschaftliche Fläche, die bisher für eine geringe Summe verpachtet war. Künftig soll sie als Rohstofflieferant dienen und wird dafür mit Sida hermaphrodita, der aus Nordamerika stammenden Virginiamalve, bepflanzt. Ersetzt wurde ein Ölbrenner, Baujahr 1995, mit einer Leistung von 13 bis 17 kW, sowie zwei Kachelöfen für Holz.

Biokompakt Brenner kann eine Vielzahl nachwachsender Rohstoffe verwerten
Als Brenner kam der Biomassekessel ECO 50 von Biokompakt zum Einsatz, der einen Leistungsbereich von 13 bis 48 kW bietet. Neben Holzhackgut und Holzpellets kann diese Kesselserie mit zahlreichen Biomassebrennstoffen beschickt werden, darunter beispielsweise Kirschkerne, Getreideausputz, Maisspindeln, Pferdemistpellets oder –briketts, Strohpellets oder –briketts oder Sida hermaphrodita. Geeignet sind im Prinzip alle pflanzlichen Rohstoffe, die körnig, pelletier- oder brikettierbar sind oder zu Hackschnitzeln verarbeitet werden können und die eine definierte Restfeuchte besitzen. Die Regeltechnik Biokompakt MC-V mit Lambdasonde kann bis zu vier verschiedene Brennstoffe für den Biomassekessel speichern, so dass nach einer Ersteinrichtung für jeden Brennstoff ein Wechsel einfach per Tastendruck möglich ist. Der Einbau der Heiztechnik erfolgte in einem Heizhaus mit ca. 90 m2 Fläche und einer Höhe von 6,5 m, in dem sich auch das Brennstofflager befindet. Zur Austragung der Brennstoffe und der Versorgung des Brenners ist das Brennstoff-Fördersystem Biokompakt „Industrie“ im Einsatz. Dieses Federrührwerk mit Austragfedern eignet sich zur Entnahme von Hackgut, Pellets und sonstiger körniger oder brikettierter Biomasse bis ca. 40 % Wassergehalt oder maximal 70 % Feuchte sowie einer maximalen Stückgröße von 60 mm Länge und 20 mm Durchmesser.





Kleines Nahwärmenetz mit zentral gelegenem Heizhaus
Aktuell versorgt die Heizanlage ein Zweifamilienhaus mit zwei Wohneinheiten zu 150 und 120 m2 sowie ein weiteres Einfamilienhaus mit 120 m2. Die Leistungsfähigkeit der Anlage erlaubt es, künftig weitere Objekte im Ort mit anzuschließen. Im Heizhaus ist ein Pufferspeicher mit 1.000 l eingebaut, in den beiden angeschlossenen Objekten je ein weiterer Speicher, ebenfalls mit je 1.000 l. Die Warmwasserbereitung übernimmt das Biokompakt Frischwassermodul FWM 35, das sehr niedrige Rücklauftemperaturen möglich macht. Für das Energiemanagement im Nahwärmenetz ist der „Energiemanager 11133“ im Einsatz, der je nach Anzahl der angeschlossenen Objekte mit Modulen erweitert werden kann. Auch eine Einbindung weiterer Heizquellen wie etwa Solarthermie ist möglich.

Brennstoffwechsel einfach auf Knopfdruck
Die Anlage von Gerhard Hirner ist für die bivalente Befeuerung mit Sida hermaphrodita sowie mit Holz-Hackschnitzeln ausgelegt. Die Umstellung von einem zum anderen Brennstoff erfolgt über die Steuerung per Knopfdruck, alle benötigten Parameter für den optimalen Betrieb sind voreingestellt und hinterlegt. Die bivalente Auslegung bietet doppelte Sicherheit, da etwa bei Ernteausfällen oder geringeren Erträgen auf die jederzeit am Markt verfügbaren Holz-Hackschnitzel zurückgegriffen werden kann.

Bis zu 30 Jahre lang Erträge aus einer Anpflanzung möglich
Die erste Probepflanzung von Sida hermaphrodita auf etwa 0,5 ha erfolgte mit 20 bis 30 cm hohen Stauden, die händisch in maschinell vorgefertigte Mulden eingesetzt wurden. „Bei der zweiten Pflanzung setzten wir teils ausgetriebene Rhizome mit einer herkömmlichen Kartoffellegemaschine ein“, erläutert Hirner. „Der Zeitaufwand für die Einbringung von etwa 7.700 Pflanzen auf 0,5 ha belief sich auf etwa 5 Stunden. Es gibt aber bereits speziell für Rhizome präparierte Legemaschinen, die ein genaueres und leichtgängigeres Einlegen ermöglichen. Dies scheint die optimalere Anpflanzart zu sein“, so Hirner über seine Erfahrungen. Von Vorteil sei auch, dass Rhizome wesentlich preiswerter seien als vorgezogene Pflanzen. Die Pflanze gedeiht auch auf mäßig guten Standorten. Sie entwickelt holzige Biomasse mit guten Brenneigenschaften. Einmal angepflanzt, kann sie etwa 30 Jahre lang geerntet werden.

Einfache Ernte, Weiterverwertung ohne Trocknungszeiten
Zum Zeitpunkt der Ernte, üblicherweise ab dem ersten Frost, besitzt Sida hermaphrodita eine ideale Restfeuchte von etwa 10 Prozent und ist daher sofort verheizbar. Zum Ernten eignet sich ein Feldhäcksler, wie er auch für Mais genutzt wird. Für einen Hektar veranschlagt Hirner einen Zeitaufwand von 45 bis 60 Minuten plus Heimtransport. Das Hackgut kann sofort ins Brennstofflager abgekippt und ohne weitere Trocknungszeiten verheizt werden. In der typischen Erntezeit Dezember ist es laut Hirner zudem ein Leichtes, passende Feldhäcksler günstig und ohne Termindruck auszuleihen, da in dieser Zeit so gut wie keine anderen Erntearbeiten in der Landwirtschaft anfallen.
Auch gegenüber Miscanthus oder Elefantengras sieht Hirner deutliche Vorteile. „Miscanthus enthält Silizium. Dadurch verschlacken Brenner und Kamin schneller. Außerdem entstehen durch den Siliziumanteil hohe Reibungskräfte beim Häckseln, die den Häcksler beschädigen und durch Erwärmung sogar zum Brennen des Hackguts führen können“.

Fazit: Umstieg gelungen, Sparpotenziale noch ausbaufähig
Obwohl im ersten Jahr nur rund 1/6 des Brennstoffbedarfs mit Sida hermaphrodita gedeckt werden konnte und überwiegend zugekaufte Hackschnitzel zum Preis von ca. 27 Euro je m3 eingesetzt wurden, haben sich die Heizkosten von 1.700 Euro für Heizöl auf nur noch 650 Euro verringert. Der Grund für die aktuell noch niedrige Deckung des Bedarfs über Sida hermaphrodita liegt darin, dass die mehrjährigen Pflanzen erst rund drei Jahre nach der Anpflanzung den vollen Ertrag bringen und ihre optimale Wuchshöhe von etwa 3 m erreichen. „Bei Vollbetrieb mit Sida hermaphrodita als Brennmaterial dürften sich die Brennstoffkosten nochmals halbieren“, ist Hirner überzeugt. Gegenüber der Ölheizung wären die Kosten dann um nahezu 80 Prozent gesunken. Die Zusammenarbeit mit Biokompakt überzeugte Hirner: „Die gesamte Anlage funktioniert reibungslos, und die Unterstützung beim Bau und bei der Planung waren sehr gut“. Für die Zukunft hofft Hirner, dass er sein Nahwärmenetz noch erweitern und andere Dorfbewohner von seinem Konzept überzeugen kann: „Öl ist einfach noch zu billig“, ist er überzeugt.

Mehr Informationen unter www.biokompakt.com

 
Auftraggeber:
Gerhard Hirner, A-Euratsfeld
Planung und Installation Heiztechnik:
Gebetsberger GmbH, Installationen-Heizen-Kühlen-Biowärme, A-Mauer bei Amstetten, www.gebetsberger.co.at
Heiz- und Kühltechnik:
Biokompakt Heiztechnik GmbH, A-Waldhausen, www.biokompakt.com
Installationen:
-Kessel: Biokompakt Biomassekessel ECO 50, Leistungsbereich 13 - 48 kW, Voreinstellung für Sida hermaphrodita und Holz-Hackschnitzel.
-Brennstoffversorgung: Biokompakt „Industrie“ Brennstoff-Fördersystem mit Federrührwerk.
-Steuer- und Regeltechnik: Biokompakt MC-V.
Biokompakt VX-T Übergabestation, Fernwärmekompaktstation.
-Energiemanagement: Biokompakt Heizungsregelungsmodul 11133, für den sparsamen Betrieb von Nahwärme- und Mikronetzwerken.
-Speichertechnik: 3 Pufferspeicher à 1.000 l, 1x im Heizhaus, 2x in den beheizten Objekten.
-Warmwasser: Biokompakt Frischwasserstation FWM 35.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Ãœber Biokompakt

Die Biokompakt Heiztechnik GmbH entwickelt, konstruiert und vertreibt automatisch beschickte Biomasseheizungen samt Beschickung und Entsorgung und vermarktet sie unter dem Namen BIOKOMPAKT.

Bei der Herstellung seiner Produkte setzt das Unternehmen neben der Fertigung im eigenen Haus auf die Kompetenz, Qualität und Verlässlichkeit von Zulieferfirmen aus Österreich sowie aus Deutschland, Italien und der Schweiz.

Zur Geschäftstätigkeit von Biokompakt gehört die Beratung zur Nutzung von Biomasse sowie die Entwicklung und Installation kundenspezifischer Lösungen. Die Bandbreite für den Einsatz von Biokompakt-Anlagen reicht vom Einfamilienhaus über größere Anwesen, landwirtschaftliche oder andere gewerbliche Betriebe bis zu Nahwärmenetzen.

Neben der Weiterentwicklung der thermischen Verwertung von unterschiedlichsten Brennstoffen mit einer Biomasseheizung legt das Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Umweltfreundlichkeit wie auch die Wirtschaftlichkeit der Anlagen.

Das Unternehmen Biokompakt ist ein inhabergeführter Familienbetrieb, der aktuell 14 Arbeitnehmer beschäftigt.



Leseranfragen:

Biokompakt Heiztechnik GmbH
Raimund Gerlinger
A-4391 Waldhausen, Froschau 79
Österreich
Telefon: +43 (0)7260-453-0
Fax: +43 (0)7260-453-04
E-Mail: office(at)biokompakt.com



PresseKontakt / Agentur:

redtext Büro für Redaktion und Text
Wiltrud Meyer
Weg zur Zeller Waldspitze 26
D-97082 Würzburg
Phone: +49 (0)931- 3209765-0
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E-Mail: meyer(at)red-text.de



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Bereitgestellt von Benutzer: redtext
Datum: 13.06.2014 - 11:36 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Wiltrud Meyer
Stadt:

97082 Würzburg


Telefon: 0931-32097652

Kategorie:

Bioenergie


Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 13.06.2014

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