Rheinische Post: Kommentar /
Katastrophenschutz braucht selbst Hilfe
= Von Helmut Michelis
(ots) - Ohne die Freiwilligen Feuerwehren, das THW und
andere ehrenamtliche Helfer wäre nach dem Orkan Hilfe so schnell und
so wirkungsvoll nicht zur Stelle gewesen. Doch dieses
anerkennenswerte Engagement vieler Idealisten täuscht zurzeit noch
darüber hinweg, dass dem Ehrenamt im Katastrophenschutz zunehmend die
Puste ausgeht. Das System funktioniert, wenn die Schäden regional
begrenzt sind und alle Kräfte im Umland gebündelt werden, wie das
jetzt in und um Düsseldorf der Fall ist. Bei großflächigem
Hochwasser-Alarm würde es schwieriger. Denn traurige Tatsache ist:
Das kostengünstige Modell des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes
entspricht immer weniger der gesellschaftlichen Wirklichkeit.
Wehrpflicht und Zivildienst hatten den Hilfsorganisationen früher
Zehntausende Zwangsrekrutierter zugeführt. Auch die Arbeitswelt hat
sich stark verändert: Welche Firma kann heute noch längere Zeit
Mitarbeiter freistellen? Es ist kurzsichtig, wenn manche
Organisationen die Lage schönreden, wohl, weil sie ihre Bedeutung
schwinden sehen. Es gilt, neue Modelle zu finden - ganz zum Nulltarif
wird das nicht gehen. Mit ausschließlich hauptamtlichen Kräften als
letztem Ausweg würde es aber richtig teuer.
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Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 11.06.2014 - 20:46 Uhr
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