Rheinische Post: Kommentar /
Finanzplanung mit unsicherem Fundament
= Von Birgit Marschall
(ots) - Zu jeder ernstzunehmenden Kritik gehört, auch
das Positive anzuerkennen. Nordrhein-Westfalens Landesregierung hat
seit einiger Zeit umgesteuert: Sie hat die Schuldenproblematik
anerkannt und ist gewillt, das Defizit im Landeshaushalt kräftig um
zwei Milliarden Euro bis 2017 zu reduzieren. Das ist ehrgeizig.
Erreicht sie dieses Ziel tatsächlich, gebührt ihr aller Respekt - und
ein Glas Champagner dazu. NRW wäre dann nicht mehr weit davon
entfernt, im Jahr 2020 der Schuldenbremse des Grundgesetzes zu
genügen. Allerdings steht dieser schöne Plan bisher nur auf dem
Papier. Die Finanzplanung ruht auf unsicherem Fundament: Sie
unterstellt eine weiterhin sehr stabile Konjunktur, verhältnismäßig
geringe Zinsen - und die Durchsetzung von Einsparungen, die überhaupt
noch nicht konkretisiert sind. Hier geht es um 800 Millionen Euro
jährlich, die irgendwann, irgendwo aus dem Etat herausgestrichen
werden sollen. Das, so kritisieren Fachleute zu Recht, ist viel zu
nebulös. Die Regierung hofft zudem auf einen größeren Teil vom
Kuchen, wenn es darum geht, die Bund-Länder-Finanzen auf neue Füße zu
stellen. Doch besser wäre, die Wirtschafts- und Steuerkraft zu
erhöhen. Dann könnte es NRW aus eigener Kraft schaffen.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.06.2014 - 20:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1066619
Anzahl Zeichen: 1471
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
Finanzplanung mit unsicherem Fundament
= Von Birgit Marschall"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...