WAZ: Zu viele Rabatte schaden dem Image. Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Wie schnell der Ruf einer Marke ruiniert werden
kann, zeigte das Beispiel der Baumarktkette Praktiker. Der Spruch "20
Prozent auf alles, außer Tiernahrung" wurde nicht nur zum Kalauer,
sondern auch zum Inbegriff für Ramschniveau. Der Ausgang des
Image-Desasters ist bekannt: Praktiker ging in die Insolvenz und ist
inzwischen vom Markt verschwunden. Im erbitterten Kampf um Kunden hat
auch Karstadt die Schraube überdreht. 44 Prozent der Artikel gingen
mit reduziertem Preis über die Ladentheke. Das kann kein
Einzelhändler auf Dauer durchhalten. Zumal der Stammkunde mit seiner
Karstadt-Card Rabattaktionen fest einplanen konnte, um Einkäufe genau
in diesen Zeitraum zu legen. Händler, die zu häufig und planbar den
Rotstift zücken, setzen den Lockvogel-Mechanismus außer Kraft. Denn
Angebote sollen Kunden in die Läden holen, die gleich auch Artikel zu
regulären Preisen kaufen. Es ist nicht verwunderlich, dass die
verwöhnten Karstadt-Schnäppchenjäger nun wegbleiben, wenn Eva-Lotta
Sjöstedt die Aktionen drosselt. Es wird Zeit kosten, die Kunden an
die neue Preispolitik zu gewöhnen. Zeit, die der Warenhauskonzern mit
seinen roten Zahlen kaum hat.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.05.2014 - 19:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1064574
Anzahl Zeichen: 1446
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Zu viele Rabatte schaden dem Image. Kommentar von Frank Meßing"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...