Rheinische Post: Kommentar /
Migration erfordert Management
= Von Birgit Marschall
(ots) - Nordrhein-Westfalen kann als Lebensmittelpunkt
nicht so schlecht sein, wenn jeder fünfte Zuwanderer NRW als
Zielregion auserwählt - so sieht es auf den ersten Blick aus. Ein
zweiter Blick nur auf die Binnenwanderung vermittelt aber noch ein
anderes Bild: Viele qualifizierte Rheinländer verlassen ihre Heimat,
weil sie in Bayern, Baden-Württemberg oder Berlin bessere und
interessantere Job-Möglichkeiten haben. In vielen Studien rangiert
NRW als Wirtschaftsstandort nur im schlechteren Mittelfeld. Die
Heterogenität des Landes und seine hohe Bevölkerungszahl stellen die
Politik vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es für
NRW, mehr innovative Unternehmen anzulocken und neue
Wachstums-Cluster zu bilden. Es darf nicht sein, dass am Ende die
Guten gehen und die weniger Guten im Land bleiben. Die derzeit sehr
hohe Zuwandererzahl aus dem Ausland muss dabei nicht nur Last sein,
sie kann auch zum nicht zu unterschätzenden Vorteil werden. Denn bald
wird der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften der Engpass
schlechthin für prosperierende Regionen sein. Deshalb gilt es gerade
für die Behörden in NRW, die Migranten nicht einfach zu verwalten,
sondern sie zu qualifizieren und zu vermitteln.
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Datum: 22.05.2014 - 20:20 Uhr
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