WAZ: Gerechtigkeit Ja, aber für alle
- Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Über Gerechtigkeit im Steuersystem zu reden, ist nie
verkehrt. Und natürlich ist es nicht gerecht, wenn der Staat
Einnahmen in Form von Zinsen niedriger besteuert als das Gehalt. Die
Einführung der pauschalen Abgeltungssteuer von 25 Prozent durch
Finanzminister Steinbrück war staatliche Notwehr gegen die
Steuerflucht in Millionärs-Oasen. Wenn's keine Oasen mehr gibt,
entfällt auch der Grund für die pragmatisch erhobene
Pauschalbesteuerung, die gerade Besserverdienende mit einem
Spitzensteuersatz von 45 Prozent bevorteilt. Die Argumentation ist
schlüssig.
Allerdings sollte man den Politikern, die mit der Fahne der
Gerechtigkeit ins Feld gehen, nicht erlauben, eine viel größere
Ungerechtigkeit unbearbeitet zu lassen: die heimlichen
Steuererhöhungen, die der Staat klammheimlich bei jeder Lohnerhöhung
dank anwachsender Steuertarife einsteckt. Der Fiskus muss endlich
diesen automatischen Kassenfüller zulasten von niedrigen und
mittleren Einkommen abschaffen. Das wäre richtig gerecht.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2014 - 18:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1058096
Anzahl Zeichen: 1292
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Gerechtigkeit Ja, aber für alle
- Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...