Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Benzinpreis-Meldestelle
(ots) - Dass Autofahrer beim Tanken heute für jeden
Liter Sprit fünf Cent weniger zahlen als vor Jahresfrist, ist kein
Erfolg der Benzinpreis-Meldestelle. Dafür sind der starke Euro und
der stabile Ölpreis verantwortlich. Wunderdinge wie ein Preisverfall
an der Zapfsäule sind von der Markttransparenzstelle aber realistisch
betrachtet auch nie zu erwarten gewesen. Dennoch überrascht, dass
sich gerade viele große Tankstellenketten den Luxus weiter leisten
können, in vorhersehbaren Spitzenzeiten bis zu zehn Cent teurer zu
sein als die nahe Konkurrenz. Das spricht dafür, dass es vielen
Autofahrern egal ist, wenn sie für eine Tankfüllung fünf Euro mehr
zahlen als nötig. Umfragen zufolge achtet aber jede Dritte beim
Tanken auf den Preis. Für diese Sparfüchse ist die Spritpreis-App ein
Segen. Sie verschafft in der Tat einen guten Überblick. Die
Gesamtheit der Autofahrer hat nun selbst in der Hand, wie sehr sie
ihre Marktmacht nutzt. Mit dem Vergleich auf Fingerdruck lässt sich
um die Preistreiber jedenfalls ganz einfach ein großer Bogen machen.
Und vielleicht auch Bewegung in dem von wenigen Großen geprägten
Markt bringen.
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Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 09.05.2014 - 21:00 Uhr
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