Mitteldeutsche Zeitung: zu Renten-Streit
(ots) - In dieser Situation wäre es grotesk, wenn die Große
Koalition mit ihrer fragwürdigen Rente ab 63 auch noch Anreize zur
gezielten Frühverrentung setzen würde. Schon erkundigen sich erste
Industriebetriebe in Berlin, wie denn die Details des Gesetzes
aussehen werden. Offensichtlich spekulieren sie darauf, die Reste
ihrer älteren Belegschaft über ein Paket aus Abfindung,
Arbeitslosengeld und Frührente mit 61 Jahren auszumustern. Das käme
nicht nur die Sozialkassen teuer zu stehen. Es würde Deutschland auch
gesellschaftspolitisch in die Kohl-Ära zurückwerfen. Andrea Nahles
muss ein Interesse haben, das zu verhindern. Bislang fehlen ihrem
Gesetz wirksame Barrieren. Vernünftig wäre eine individuelle
Stichtags-Regelung, die Arbeitslosenzeiten kurz vor der Rente nicht
mitzählt. Das mag nicht jedem Gewerkschafter schmecken. Doch die
Regierung muss nicht nur ihrer Klientel gefallen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 09.05.2014 - 20:14 Uhr
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