PresseKat - Der Tagesspiegel: Bosbach: Lassen uns von den USA im Fall Snowden nicht einschüchtern

Der Tagesspiegel: Bosbach: Lassen uns von den USA im Fall Snowden nicht einschüchtern

ID: 1053809

(ots) - Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschuss,
Wolfgang Bosbach (CDU), hat Konsequenzen gefordert für den Fall, dass
es kein "No Spy-Abkommen" zwischen Deutschland und den USA geben
wird. "Sollte es nicht zu dem angestrebten No-Spy-Abkommen kommen,
sollten wir nicht schulterzuckend zur Tagesordnung übergehen", sagte
Bosbach dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe).
Dann werde man mit den Amerikanern über die Themen Safe-Harbour und
Swift sprechen. Beide Abkommen seien "im Interesse der Amerikaner
geschlossen worden". Außerdem müsse in so einem Fall das angestrebte
Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA "ein dickes Kapitel
Datenschutz und Datensicherheit" enthalten.

Bosbach zeigte sich zuversichtlich, dass Angela Merkel bei ihrem
Besuch in den USA die NSA-Affäre ansprechen wird. "Der Kanzlerin wird
es sicherlich gelingen, dem amerikanischen Präsidenten klarzumachen,
dass und warum wir die Spähaffaire sehr ernst nehmen, zumal Art und
Umfang der Spähprogramme nicht mit legitimen Maßnahmen der
Gefahrenabwehr begründet werden können."

Der CDU-Politiker widersprach der amerikanischen Rechtsauffassung,
dass Parlamentarier Schwierigkeiten bekommen könnten, wenn sie Edward
Snowden befragen. "Von Drohungen, dass Parlamentarier, die Snowden
als Zeugen befragen, mit Problemen bei der Einreise in die USA
rechnen müssen, werden wir uns nicht einschüchtern lassen. Ich glaube
auch nicht, dass eine derartige Drohung bei Kollegen tatsächlich
Wirkung hinterlässt. Es gibt ein parteiübergreifendes
Aufklärungsinteresse, und dem muss der Untersuchungsausschuss
Rechnung tragen." Snowden sei ein wichtiger Zeuge, der vom
Untersuchungsausschuss befragt werden müsse. Entscheidend sei
allerdings nicht, wo man ihn vernehme, sondern was er zu den
Spähaktivitäten der Amerikaner aussage. "Eine Befragung per Video ist




ebenso denkbar wie eine Einvernahme in den Räumlichkeiten der
deutschen Botschaft in Moskau, beides sollte man jetzt prüfen",
forderte Bosbach.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel,
Newsroom, Telefon: 030-29021-14909.



Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd(at)tagesspiegel.de
 


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Selfmade Capital: Anlegergelder in Millionenhöhe offenbar verschwunden Westfalen-Blatt: Der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann,  
will dem Rentenpaket  im Bundestag nur zustimmen, wenn Korrekturen bei der Rente mit 63 gemacht werden.
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.05.2014 - 15:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1053809
Anzahl Zeichen: 2550

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Tagesspiegel: Bosbach: Lassen uns von den USA im Fall Snowden nicht einschüchtern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Der Tagesspiegel (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Der Tagesspiegel