Mitteldeutsche Zeitung: DDR-Geschichte
Ruf nach Stasi-Beauftragten für den Westen
(ots) - Die Stasi-Landesbeauftragte von Sachsen-Anhalt,
Birgit Neumann-Becker, unterstützt den Vorschlag ihres sächsischen
Kollegen Lutz Rathenow, Stasi-Landesbeauftragte auch in
Westdeutschland zu schaffen. "Wir haben viel zu tun mit Anfragen aus
den alten Bundesländern, in Sachsen-Anhalt vor allem aus
Niedersachsen", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen
Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Das sind Ostdeutsche, die im Westen
leben und denen dort die Ansprechpartner fehlen. Insofern ist das in
der Tat ein Problem. Und von daher würde es durchaus Sinn machen,
wenn es auch in den alten Ländern Landesbeauftragte für die
Stasi-Unterlagen gäbe." Der Präsident der Bundeszentrale für
politische Bildung, Thomas Krüger, widersprach Rathenows Vorstoß. "Es
gibt derzeit mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen eine
zentrale Ansprechstelle, die jedem Bundesbürger offen steht",
erklärte er dem Blatt. "Die Ausweitung dezentraler Infrastruktur auf
die alten Bundesländer halte ich für überzogen." Zudem gingen die
Anträge auf Akteneinsicht zurück. Die Stasi-Landesbeauftragten tagen
an diesem Wochenende in Dresden gemeinsam mit der Bundesstiftung
Aufarbeitung, um über die Zukunft der DDR-Aufarbeitung knapp 25 Jahre
nach dem Mauerfall zu sprechen.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 26.04.2014 - 02:00 Uhr
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