(ots) - Stellen Sie sich vor, Sie hätten einst hübsche
RWE-Anteile für die Vermögensbildung zurückgelegt, die ehedem 80 Euro
wert waren. Und nun machen Sie sich ehrlich und stellen fest: 80 Euro
gibt's nicht mehr, sondern 30 Euro ist der realistische Wert. Sie
hätten vermutlich üble Träume, denn selbst wenn kein Geld abfließt,
so ist doch der Spielraum enger geworden. So geht es auch den
Kämmerern. Sie haben sich verzockt. Und mittelfristig wird das Folgen
haben, indem sie die Ausgaben runter- und Einnahmen hochschrauben.
Beides betrifft Bürger und Unternehmen. Erst recht, wenn die
Bezirksregierung einen Sparkommissar schickt. Der Substanzverlust der
Revier-Kommunen, der hier buchhalterisch offenbar wird, ist erst der
Anfang. Denn den Kommunen oder Stadtwerken fehlen auch Einnahmen aus
RWE-Aktien. Die Halbierung der Dividende macht bei RWE-Kommunen 175
Millionen Euro aus. Hinzu kommt: Stadtwerke, die in der
Energieerzeugung aktiv sind, geraten in Not. NRW-Wirtschaftsminister
Duin nannte die Lage dramatisch und für einige Stadtwerke
existenzbedrohend. Es ist nur die Spitze des Eisberges, die jetzt
sichtbar geworden ist.
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