PresseKat - Neue Westfälische (Bielefeld): Studie zur Armut Alleinerziehender Der Staat ist gefragt CARSTEN HEI

Neue Westfälische (Bielefeld): Studie zur Armut Alleinerziehender
Der Staat ist gefragt
CARSTEN HEIL

ID: 1029828

(ots) - Dazu bedurfte es eigentlich keiner Studie mehr.
Neben Arbeitslosigkeit ist das Scheitern einer Ehe, aus der Kinder
hervorgegangen sind, das größte Armutsrisiko in Deutschland. Die
Folgen tragen die Kinder, deren Entwicklungsmöglichkeiten durch
man-gelnde finanzielle Möglichkeiten deutlich eingeschränkt werden.
Seit Jahren weisen Institute, Untersuchungen und Praktiker darauf
hin. Der Staat müsste handeln. Doch nichts geschieht, weil nicht sein
kann, was im konservativen Weltbild nicht sein darf. Es ist gut und
richtig, dass Ehe und Familie in Deutschland besonders geschützt und
gefördert werden. Das Fundament dafür ist schon im Grundgesetz
gelegt. Diese Unterstützung erfährt die Familie unter anderem durch
das Ehegattensplitting. Verheiratete Paare werden steuerlich
begünstigt. Ein lobenswertes Ziel. Allerdings sieht die
gesellschaftliche Realität in Deutschland inzwischen anders aus. Wenn
laut Statistischem Bundesamt mehr als jede dritte Ehe geschieden
wird, muss das Folgen für die Politik haben. Denn wenn die Ehe
auseinanderbricht, sieht es nicht nur, aber wesentlich wegen der
Steuergesetzgebung finanziell sofort schlechter aus. Da muss noch gar
nicht der Rosenkrieg als Begründung herhalten, schon das
Trennungsjahr kostet die Beteiligten Hunderte, wenn nicht Tausende an
Euro, weil der Staat plötzlich hinlangt. Wer alleinerziehend lebt
oder getrennt, zahlt sofort mehr Steuern. Dann bleibt selbst bei
gutem Willen aller Beteiligten für die Kinder weniger übrig. Das ist
noch kein Argument gegen das Ehegattensplitting. Aber es ist nicht
einzusehen, warum Alleinerziehende steuerlich so viel schlechter
gestellt werden als Verheiratete selbst ohne Kinder. Die
gesellschaftspolitische Leistung der Erziehung eines Kindes muss dem
Staat mehr wert sein als gegenwärtig, unabhängig davon, in welcher
Lebensgemeinschaft dieses Kind lebt. Schließlich profitiert die




Gesellschaft später mehr von Kindern, die in geordneten finanziellen
Verhältnissen aufgewachsen sind. Denn das zeigen andere Studien:
Bildung und Ausbildung, eigener Erfolg im Leben hängen in Deutschland
am finanziellen Hintergrund der Kinder und Jugendlichen. Da schließt
sich der Kreis.



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Von Stefan Pohl
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Datum: 09.03.2014 - 20:30 Uhr
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