Rheinische Post: Kommentar /
Ehrlichkeit bei der Pflege
= Von Eva Quadbeck
(ots) - Wenn nahe Angehörige von einem Tag auf den
anderen zum Pflegefall werden, beginnt für die Verwandtschaft ein
mühsamer Weg. Wer leistet gute Pflege? Was kostet sie? Wo gibt es
Hilfe? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist selbst für jene
Bürger schwierig, die andere Herausforderungen des Alltags souverän
regeln. Nun kann der Staat den Bürgern nicht jede Sorge abnehmen.
Doch offizielle Benotungen von Pflegeleistungen sollten auch
aussagekräftig sein. Der Pflege-TÜV muss also reformiert werden. Auch
wenn ehrliche Pflege-Noten für manchen Anbieter zunächst unangenehm
sein könnten, liegt darin die Chance, auf Mängel aufmerksam zu
machen. Es ist dringend notwendig, endlich die Diskrepanz zwischen
dem zu Recht beklagten Personalnotstand in der Pflege und den
geschönten Noten zu verringern. Nur so wird das Bewusstsein dafür
wachsen, dass die steigende Zahl Pflegebedürftiger eine
Herausforderung für die gesamte Gesellschaft ist. Nur wenn die Pflege
sich ehrlich macht, kann sie mit mehr Unterstützung rechnen.
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Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
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Datum: 04.03.2014 - 20:49 Uhr
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