Rheinische Post: Kommentar /
Die Barmer ist erst der Anfang
= Von Antje Höning
(ots) - Lange Zeit hat sich die Barmer als Kasse der
Kranken und Alten profiliert. Ein dichtes Filialnetz und die Nähe zum
Bürger gehörten zu den Argumenten, mit denen sie sich als
Gegenprogramm zu den billigen Betriebskrankenkassen positionierte.
Umso merkwürdiger ist es nun, wenn der Barmer-Chef sein Sparprogramm
mit der Online-Begeisterung der Versicherten rechtfertigt. Gerade
viele Barmer-Kunden lösen ihre Probleme mit Ärzten und Kliniken nicht
am Telefon, sondern in der Filiale vor Ort. Etwas mehr Ehrlichkeit
hätte der Kasse gut angestanden. Es geht ihr nicht um besseren
Service, sondern um reines Kostensenken. Unternehmerisch ist der Kurs
nachvollziehbar. Der Wettbewerb zwischen den Kassen nimmt (endlich)
wieder zu. Kostensteigerungen werden nach den Plänen der großen
Koalition künftig nicht mehr durch eine Erhöhung des Einheitssatzes
aufgefangen. Stattdessen müssen klamme Kassen einen
einkommensabhängigen Zusatzbeitrag nehmen, was zu kräftigem
Mitgliederschwund führen wird. Das will jede Kasse vermeiden. Darum
ist der Stellenabbau bei der Barmer auch erst der Anfang. Viele
andere Kassen werden folgen. So ist Wettbewerb: bitter für die
Mitarbeiter, sinnvoll für die Beitragszahler.
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Datum: 24.02.2014 - 20:26 Uhr
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