WAZ: ADAC-Führung zerlegt sich selbst
- Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Statt sich ernsthaft von Kopf bis Fuß zu reformieren
und das verloren gegangene Vertrauen seiner fast 19 Millionen
Mitglieder zurückzugewinnen, zerlegen die ADAC-Spitzen ihren Verein
und sich selbst. Die verschworene Gemeinschaft der grauhaarigen
Herren, die keine Frau in ihren Führungszirkeln dulden, bricht in der
Krise auseinander.
Sie servieren Meyer eiskalt ab, der bei der Aufklärung der Affären
wahrlich keine gute Figur gemacht hat. Doch das reicht nicht.
Präsidium und Verwaltungsrat haben es gemeinsam versäumt, den
Autoclub zu demokratisieren. Sie tragen gemeinsam Verantwortung,
sollten deshalb geschlossen zurücktreten und das Management
austauschen.
Es ist doch zynisch, dass nun ausgerechnet der bisherige
Meyer-Vize August Markl dazu aufruft, bei der Reform nicht vor Tabus
zurückzuschrecken. Auch er steht für Filz und Vertuschung und eine
Kultur, die das Geschäftsgebaren des ADAC so aus dem Ruder laufen
ließ. Der so traditionsreiche und im Prinzip sinnvolle Autoclub
braucht einen Neuanfang. Nach der Schlammschlacht gestern darf aber
bezweifelt werden, dass die noch amtierenden Spitzen dazu in der Lage
sind.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.02.2014 - 19:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1017436
Anzahl Zeichen: 1456
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: ADAC-Führung zerlegt sich selbst
- Kommentar von Frank Meßing"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...