(ots) - Betont fröhlich gaben sich Kanzlerin Angela
Merkel und der tĂŒrkische Premier Recep Tayyip Erdogan nach ihrem
Mittagessen. Es gab zwar klare Worte zu den Erwartungen an den
Rechtsstaat in der TĂŒrkei, auch zur Skepsis gegenĂŒber einer
EU-Mitgliedschaft des Landes, doch beim Gast ĂŒberwogen die AnlĂ€sse
zur Freude. Eine tĂŒrkischstĂ€mmige Frau ist nun Staatsministerin im
Kanzleramt, und die in Deutschland geborenen Kinder tĂŒrkischer
Zuwanderer dĂŒrfen kĂŒnftig die PĂ€sse beider LĂ€nder haben. Klar, dass
Erdogan sich bei Merkel bedankte. Die Integration ist damit ein gutes
StĂŒck vorangekommen. Auf Seiten der Migranten. Nun mĂŒssen die
deutschstĂ€mmigen Deutschen noch mehr ĂŒberzeugt werden. Merkel
verglich die IdentitĂ€t tĂŒrkischstĂ€mmiger Migranten mit der
Befindlichkeit der Bayern oder der Norddeutschen in der kulturellen
Vielfalt Deutschlands. Dann sollte sie auch Àhnlich eingÀngig
erlĂ€utern, warum ein von DĂŒsseldorf nach MĂŒnchen gezogener
Ein-Pass-Deutscher nur in Bayern wĂ€hlen darf, sein tĂŒrkischstĂ€mmiger
Zwei-PĂ€sse-Nachbar aber in Bayern und in der TĂŒrkei.
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