(ots) - Bielefeld. Scharf fĂ€llt die Kritik der grĂŒnen
Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt an den PlÀnen des
Energieministers Sigmar Gabriel zur Reform des
Erneuerbaren-Energien-Gesetzes aus, das Gabriel heute bei der
Kabinettsklausur in Meseberg vorstellen wird. Der in Bielefeld
erscheinenden Neuen WestfÀlischen (Mittwochsausgabe) sagte
Göring-Eckardt: "Es macht doch keinen Sinn gerade die gĂŒnstige
Windenergie an Land rauszukegeln. Da sind wir GrĂŒnen eher fĂŒr
Marktwirtschaft, das Vorhaben von Gabriel erinnert mich dagegen an
Planwirtschaft." Die GrĂŒnen wollten nicht den Ausbau der Eneuerbaren
Energien begrenzen, sondern die Kosten, sagte die
GrĂŒnen-Politikerin.. "Es ist unsinnig, die Windenergie an Land zu
drosseln. Das ist die billigste Form der Erneuerbaren Energien, die
eigentlich das RĂŒckgrat der Energiewende bilden mĂŒsste. AuĂerdem
bestehen wir auf einen Ausstieg aus der Kohle, insbesondere der
Braunkohle. Das eine bedingt das andere und die SPD ist im Zweifel
fĂŒr die Kohle. Wir mĂŒssen saubere statt schmutzige Energie
verwenden." Nach Ansicht von Göring-Eckardt liegen die steigenden
Stromkosten an den "Ausnahmen der Industrie". Die mĂŒssten endlich
reduziert werden. "Nach unseren PlÀnen könnten so sofort vier
Milliarden Euro eingespart werden.Die BĂŒrger haben jahrzehntelang
Anschubfinanzierung fĂŒr Kohle und Atom leisten mĂŒssen, ohne das ein
Hahn danach gekrÀht hat. Jetzt sind die Erneuerbaren vielfach
marktreif und brauchen die hohe Förderung nicht mehr. Das ist ein
riesiger Erfolg." Gleichzeitig betonte Göring-Eckardt, dass die
GrĂŒnen zu Verhandlungen ĂŒber die Reform der Energiewende bereit
seien."Wir wollen einen Konsens, damit es langfristig
Investitionssicherheit gibt. Ich hoffe, dass Herr Gabriel
gesprÀchsbereit ist."
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