WAZ: Die A40 als Sozialäquator. Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Das Ruhrgebiet verdient nicht nur dank seiner
Vielfältigkeit eine differenzierte Betrachtung, sie ist auch zwingend
nötig. Das belegen die Zahlen des Schuldneratlas' von Creditreform
einmal mehr. Südlich der A40 scheint die Sonne auf die
Lebensverhältnisse deutlich häufiger als nördlich davon. Es gibt in
Europa wohl keinen Ballungsraum mit fünf Millionen Einwohnern, der
von einer derartigen Kluft durchzogen ist. Das Image der
Metropolregion wird stark geprägt von den Nöten im Norden, weil es so
schön zu den Vorurteilen passt. Die Sicht von außen ist blind für
Stadtteile, in denen der Wohlstand zu Hause ist. Das lässt sich nur
mühsam ändern. Was sich ändern muss, ist die Bundespolitik. Wie
sollen Stadträte in Dortmund, in Oberhausen oder Gelsenkirchen mit
der Spaltung umgehen, wie eine positive Sicht entwickeln, wenn sie
zusätzlich zu den ohnedies vorhandenen Schulden auch noch neue
aufnehmen müssen, um Soli-Schecks nach Ostdeutschland zu schicken?
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.01.2014 - 19:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1006868
Anzahl Zeichen: 1236
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Die A40 als Sozialäquator. Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...