WAZ: Hiesinger braucht Vertrauen und Zeit. Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Zuweilen hilft ein Blick zurück, um die aktuelle
Position zu bestimmen. Erst ein Jahr ist es her, da erlebte der
Krisen-Konzern Thyssen-Krupp eine bemerkenswerte
Aktionärsversammlung: Dem Chef Heinrich Hiesinger hängte ein
Aktionärsvertreter das Etikett "Heinrich der Löwe" um, der
Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ging als "größte Teflonpfanne der
Republik" nach Hause. Es war der Anfang vom Ende Crommes als
Oberaufseher und Nachfolger von Berthold Beitz an der Spitze der
Krupp-Stiftung. Alles Geschichte. Heute wird Ursula Gather als Chefin
des Stiftungskuratoriums im Publikum sitzen. Ebenso die Vertreter des
inzwischen zweitwichtigsten Eigentümers Cevian. Das sind neben der
Unternehmenskultur auf lange Sicht die gravierendsten Veränderungen.
In der Krise steckt Thyssen-Krupp immer noch. Wer will, kann
Fortschritte erkennen. Die Vergangenheitsbewältigung ist zwar nicht
so gelungen, wie Hiesinger es erhofft und in Aussicht gestellt hatte.
Letzteres war ein Fehler, der zusammen mit der teilweisen
Rückabwicklung des Nirosta-Verkaufs Erklärungsbedarf produziert.
Hiesinger wird versuchen zu erklären und Vertrauen aufzubauen.
Vertrauen bestimmt die Zeit, die Hiesinger hat, um den Konzern als
Ganzes zu erhalten.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.01.2014 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1006376
Anzahl Zeichen: 1534
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Hiesinger braucht Vertrauen und Zeit. Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...