Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Preisabsprachen beim Bier
(ots) - Als die Bierbranche zwischen den Jahren 2006 und
2008 ihre geheimen Preisabsprachen einstielte, lag gerade eine
längere Durststrecke ohne größere Erhöhung der Preise hinter ihr. Die
Nervosität war groß, dass die Umsätze weiter in den Keller gehen. Für
manche Unternehmen lag da offenbar eine Absprache der Preise nahe.
Doch diese Entscheidung rächt sich jetzt. Bei Flaschenbier soll eine
Preiserhöhung für den Kasten Bier um einen Euro vereinbart worden
sein, für Fassbier gab es Absprachen über Preiserhöhungen von jeweils
fünf bis sieben Euro pro Hektoliter. Die Gewinne, die die Unternehmen
dadurch erzielten, haben sie auf Kosten der Verbraucher gemacht. Der
Bierkonzern Anheuser-Bush Inbev (Becks), der den Stein damals ins
Rollen brachte und ebenfalls prächtig mitverdiente, rühmt sich nun,
die Verstöße aufgrund neuer interner Verhaltensregeln aufgedeckt zu
haben. Doch der Verdacht liegt nahe, dass der Konzern sich die
Kronzeugenregelung zu nutze machen wollte, um einem Bußgeld zu
entgehen. Das zahlen nun die Privatbrauereien. Doch eines ist klar:
Sie werden daran nicht zugrunde gehen.
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Datum: 13.01.2014 - 20:10 Uhr
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