(ots) - Beim Datenschutz gerade im nicht-öffentlichen
Bereich liegt Thüringen im bundesweiten Vergleich weit hinten -
"manchmal sogar hinter dem Mond". Das sagte Thüringens
Landes-Datenschützer Lutz Hasse in einem Interview mit der
Thüringischen Landeszeitung (Montagausgabe). Seine Kritik zielt dabei
vor allem auf den nicht-öffentlichen Bereich. Viele Unternehmen
wüssten gar nicht, dass sie engen Regeln beim Umgang mit Kunden- oder
Personaldaten unterlägen, so Hasse. Er kündigte verschärfte
Kontrollen und auch die Verhängung von Bußgeldern an.
Hasse ist gleichzeitig davon überzeugt, dass sein Dauerclinch mit
dem Innenministerium sich auch 2014 fortsetzen wird. Für seine
Behörde strebt er eine deutliche Personalaufstockung an. Von den in
einer Lagerhalle in Immelborn gefundenen sensiblen Akten sind
mittlerweile 80 000 aufgearbeitet. Für den Rest brauche er aber
Unterstützung, so Hasse. Den Fund in Immelborn bezeichnete er als
"das Daten-Fukushima" Thüringens.
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