WAZ: Politisiertes RWE im Krisenmodus. Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Dem RWE-Konzern steht im April eine äußerst muntere
Hauptversammlung bevor. RWE-Chef Terium wird den Anteilseignern
erklären müssen, wie er das Unternehmen aus seiner schwersten Krise
führen und aus einem gestrigen Geschäftsmodell eines mit Zukunft
machen will. Als wäre das in Zeiten der Umbrüche auf dem Energiemarkt
nicht schon schwer genug, hat es Terium auch noch mit einer
Aktionärsstruktur zu tun, die von vorgestern ist. Die Beteiligung der
Kommunen von rund 25 Prozent stammt aus den Anfängen des 20.
Jahrhunderts. Immer wieder fanden Revier-Kommunen gute Gründe, ihren
Aktienbesitz zu verteidigen: Schöne Dividenden und Sicherung der
Standorte waren gerne genommen. Wie wenig das zu einem Unternehmen in
freier Wildbahn passt, zeigt sich in der Krise. Die Kommunen haben
politische Interessen, die bei schönem Wetter zu befriedigen sind,
nicht aber bei Hagel. RWE retten und städtische Haushalte sanieren -
das passt nicht. Je stärker die Kommunen auf ihren Interessen
beharren, desto eher wird Terium auf eine Kapitalerhöhung setzen:
weniger Einfluss der Kommunen als Schritt zur Normalisierung - und in
die Zukunft.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.01.2014 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1001030
Anzahl Zeichen: 1420
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Politisiertes RWE im Krisenmodus. Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...